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Brisantes Stadtduell

Brisantes Stadtduell in Stade


TSV Wiepenkathen gegen VfL Stade



Wiepenkathen (da). Dieses Ortsderby gab es noch nie: Erstmals treffen der Fußball-Bezirksligist TSV Wiepenkathen und der Bezirksoberligist VfL Stade in einem Pflichtspiel aufeinander. Die Partie der zweiten Runde im Bezirkspokal beginnt am Sonntag um 15 Uhr am Schwinger Ackerweg. Für Wiepenkathen ist das Spiel bereits der Höhepunkt der beginnenden Saison. "Die Spieler fiebern dem Ereignis entgegen. Natürlich sind wir Außenseiter. Ich glaube aber nicht, dass wir das Ding von vornherein verloren haben", macht Wiepenkathens Trainer Frank Steenwarber sich und seiner Mannschaft Mut. Adrian Watzlawczyk und Tim Magomedow sind in das Training eingestiegen. Eduard Butsch ist wieder im Kader. Andreas Reiswich und Michael Berg kommen rechtzeitig aus dem Urlaub zurück. Nur der verletzte Viktor Gurski fällt mit einer Muskelverhärtung weiter aus. Der VfL Stade ist nach einer optimalen Vorbereitung gut gerüstet. Den letzten Feinschliff hat es vor einer Woche im Trainingslager Trappenkamp gegeben. "Wiepenkathen hat eine gute Mannschaft. Das wird ein heißes Duell", lobt VfL-Trainer Ingo Dammann den Gegner. Klar ist dennoch, dass die Stader in die nächste Runde kommen wollen. Noch fehlen wird Neuzugang Dennis Mandel. Dammann: "Er ist noch nicht so weit."

Artikel erschienen im Stader Tageblatt am 31.07.2009



Sieg gegen den VfL wäre das I-Tüpfelchen

Frank Steenwarber trainiert Wiepenkathen und hat lange beim VfL gespielt

Von Karsten Wisser
Wiepenkathen. "Ein Sieg gegen den VfL Stade wäre natürlich das I-Tüpfelchen", sagt Frank Steenwarber. Wenn der 33-Jährige am Sonntag beim Stadtduell zwischen dem TSV Wiepenkathen und dem VfL Stade auf der Bank des TSV sitzt, ist das für ihn ein Wiedersehen mit seiner sportlichen Vergangenheit. Steenwarber hat 21 Jahre lang beim VfL Fußball gespielt, bevor er zum kleineren Stadtrivalen wechselte.

Probleme mit der Loyalität bekommt Steenwarber beim ersten Pflichtspiel der beiden Stadtrivalen gegeneinander nicht. "Mein Herz schlägt nur für Wiepenkathen", sagt Steenwarber. Als Spieler gehörte der Wiepenkathener Trainer zu der legendären Jugendmannschaft des VfL Stade, die 1991 die Niedersachsenmeisterschaft gewann und beim Kampf um die Deutsche Meisterschaft gegen den Bundesliga-Nachwuchs von Borussia Mönchengladbach ausschied. Den Trainerjob bei Wiepenkathen hat Steenwarber zweimal innerhalb kurzer Zeit übernommen. Erst machte er nach seiner VfL-Zeit dort als Spieler weiter, dann als Co-Trainer. Wiepenkathen schaffte in dieser Phase den sagenhaften Aufstieg von der untersten Kreisklasse bis in die Bezirksliga. Zum ersten Trainer wurde Steenwarber, als sein Vorgänger und Erfolgstrainer Frank Speer vor zwei Jahren aus gesundheitlichen Gründen in der laufenden Kreisliga-Saison aufhören musste. Steenwarber führte das Team zur Meisterschaft und zum Bezirksligaaufstieg. Für die neue Saison holte der Verein trotzdem mit Klaus-Dieter Pagels einen neuen Trainer. Als das Experiment scheiterte, übernahm Steenwarber die Trainerposition erneut und belegte trotz des verkorksten Saisonstarts Platz sieben.
"Diese Mannschaft zu trainieren, bringt richtig Spaß", sagt Steenwarber mit einem Blick auf den TSV. Die Jungs seien immer motiviert und ehrgeizig. "Alles andere als ein Sieg des VfL wäre eine Überraschung", sagt Steenwarber. Aber mit dieser Überraschung könnte er sehr gut leben.

Artikel erschienen im Stader Tageblatt am 31.07.2009


Frank Steenwarber ist Trainer des TSV Wiepenkathen. Foto: Wisser

Favoritensieg im Stadtderby

VfL Stade siegt 3:0 beim TSV Wiepenkathen - Kocmarsky schießt alle Tore

Stade (kw). Favoritensieg im Stader Stadtduell. Die Fußballer des VfL Stade besiegten in der zweiten Runde des Bezirkspokals den TSV Wiepenkathen mit 3:0 (1:0). "Das Spiel hat einen verdienten Sieger, aber das Ergebnis ist um ein Tor zu hoch ausgefallen", sagte Frank Steenwarber, Trainer des gastgebenden TSV Wiepenkathen.
In den ersten 30 Minuten wehrte sich Bezirksligist Wiepenkathen vor 350 Zuschauern gegen den Bezirksoberligisten tapfer und hatte einige Möglichkeiten. Nach dem Führungstreffer der Gäste in der 35. Minute durch Matej Kocmarsky beherrschte aber der eine Klasse höher spielende VfL dann das Geschehen. Das Pokalspiel zwischen den beiden Vereinen war die erste Pflichtspielbegegnung der Stader Vereine. Spieler des Tages war der VfL-Stürmer Kocmarsky, der auch die Treffer zwei und drei (76. und 83. Minute) für den VfL erzielte. TSV-Regisseur Viktor Pazer musste in der zweiten Halbzeit mit einer Leistenzerrung ausgewechselt werden. Auch der VfL musste einen verletzungsbedingten Ausfall verkraften. Stürmer Jan Wegener musste mit dem Verdacht auf einen Handbruch in der 37. Minute ausgewechselt werden.
"Wiepenkathen hat sich tapfer gewehrt, wir haben aber zu jeder Zeit das Spiel diktiert und es war nur eine Frage der Zeit bis die Tore fallen", sagte VfL-Trainer Ingo Dammann. Der VfL Stade spielte in Wiepenkathen weitgehend mit der Formation, die am kommenden Sonntag ab 15 Uhr im heimischen Stadtwerke-Stadion gegen den TSV Etelsen das erste Punktspiel bestreiten soll. In Wiepenkathen spielte Neuzugang Tilmann Patsalis vom TSV Elstorf in der VfL-Innenverteidigung neben Matthias Bassen. Von den Spielern, die in der vergangenen Saison meist in der Stammformation standen, saßen in Wiepenkathen Christian Vogt und Alexander Schulenburg auf der Bank.

Tore: 0:1 (37.), 0:2 (76.), 0:3 (83.) alle Kocmarsky.
TSV Wiepenkathen: Waldemar Meglin, Butsch (77. Magomedow), Philipp Mencke, Watzlawzeyk, Hofmann, Jan Mencke, Schlimm, Zielesnaik, Viktor Pazer (59. Hall), Jürgen Pazer, Heinrich Gurski.
VfL Stade: Boldt, Bassen, Höper, Marcel Wiebusch, Graap (81. Schulenburg), Wegener (37. Lüjten), Sude (85. Martens), Patsalis, Finke, Kramer, Kocmarsky.


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