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Eintracht Cuxhaven - TSV Wiepenkathen 3:0

Relegationsplatz verspielt

Fußball-Bezirksliga: TuS und TSV kommen ohne Punkt und Tor aus dem Landkreis Cuxhaven zurück


Wolfgang Nitschke Harsefeld/Wiepenkathen. Am Mittwoch hatten sich die beiden derzeit besten Kreismannschaften in der Fußball-Bezirksliga im direkten Duell noch 2:2-unentschieden getrennt. Nun musste der TuS Harsefeld, Tabellenvierter, beim designierten Meister FC Hagen/Uthlede antreten. Der TSV Wiepenkathen, Dritter, hatte die Chance beim FC Eintracht Cuxhaven mit einem Sieg den Relegationsplatz zu erobern. Das TAGEBLATT war vor Ort.
FC Hagen/Uthlede - TuS Harsefeld 2:0 120 Kilometer Anreise, grausamer Platz, böiger Wind, kein Tor, ohne Punkt - für Harsefeld gab es schon wesentlich angenehmere Tage als den letzten Sonnabend. Bei Spitzenreiter Hagen/Uthlede waren die TuSer chancenlos - im wahrsten Sinne des Wortes, denn eine echte Tormöglichkeit erspielten sich die Gäste über die 90 Minuten nicht. Allein Oliver Boer kam in der Anfangsphase zu einer halben Gelegenheit, verpasste aber. Danach übernahm der souveräne Tabellenführer das Kommando und gab es bis zum Abpfiff nicht mehr ab. Nur die glänzenden Paraden von TuS-Keeper Daniel Schumacher verhinderten zur Pause einen deutlichen Rückstand, so dass mit dem 0:0 zur Halbzeit immer noch gewisse Hoffnungen auf Besserung bestanden. Mit der Einwechslung von Daniel Viedts sollte jetzt die Offensive belebt werden, aber letztlich blieb der Gastgeber das stets spielbestimmende Team und traf dann vor 200 Fans nach 65 Minuten zum längst fälligen 1:0: Goalgetter Diesing verwertete eine Flanke des agilen France aus Nahdistanz. So sehr sich die TuS-Abwehr mit Aleksiejuk, Ziemann, Mandel und Wresch auch kämpferisch mühte, gegen die technische Überlegenheit der Hausherren war kein Kraut gewachsen und mit dem 2:0 durch Schneider war die Sache dann gelaufen zum hoch verdienten Erfolg des Spitzenreiters.
Tore: 1:0 (65.) Diesing, 2:0 (77.) Schneider
Harsefeld: Schumacher; Aleksiejuk, Ziemann (78. Herman), Mandel, Wresch, Gorgs, Ehrlich, Boer (65. Ehlers), Berner, Hink, Eshold (46. Viedts)

TuS Harsefeld und TSV Wiepenkathen haben ihre Spitzenspiele verloren und verspielten voraussichtlich die Chance auf den Relegationsplatz. TuS-Spielertrainer Dennis Mandel und TSV-Stürmer Tim Magomedow symbolträchtig am Boden.Foto Bröhan (Archiv)

FC Eintracht Cuxhaven - TSV Wiepenkathen 3:0 Dieselben Vorzeichen wie die Harsefelder hatten auch die Wiepenkathener am selben Tag in Cuxhaven zu durchleben, fanden allerdings einen besser bespielbaren Platz vor. In einer niveaureichen und spannenden ersten Halbzeit war der TSV absolut gleichwertig, besaß sogar die Riesenchance, in Führung zu gehen: Klasse-Pass von Viktor Pazer, Kollege Dimitri Hofmann stand frei vorm Kasten, zielte aber denkbar knapp am langen Pfosten vorbei. Bis zur Pause blieb es beim 0:0, nach dem Wechsel war das frühe Gegentor dann Gift für die Gäste. Ein Freistoß landete exakt im Winkel und fortan verloren die Richters-Schützlinge ein wenig die Übersicht, da Viktor Pazer nicht mehr wie gewohnt dirigierte, zudem Torjäger Heinrich Gurski bei der aufmerksamen Eintracht-Deckung abgemeldet war. Mit dem 2:0 durch den völlig freistehenden Szybora war das Match entschieden, das 3:0 bedeutete ein zu deutliches Endergebnis für die Hausherren. Selbst das Ehrentor blieb den TSVern versagt, denn Andrej Millers Treffer wurde wegen Torwartbehinderung annulliert.
Tore: 1:0 (50.) Aktas, 2:0 (60.) Szybora, 3:0 (68.) Szybora
Wiepenkathen: V. Meglin; P. Mencke (79. Lesonczyk), Weisgerber, J. Mencke (65. Miller), Hall, J. Pazer, Deger, Wagenknecht, Hofmann, V. Pazer, H. Gurski
Fazit: Für die Stader Vertreter Harsefeld und Wiepenkathen haben ihre Chancen auf Relegationsplatz zwei nach dem Wochenende deutlich verschlechtert. Beste Aussichten auf den zweiten Platz hat fraglos Eintracht Cuxhaven, das bei noch fünf ausstehenden Partien fünf Punkte Vorsprung und das bessere Torverhältnis vorweist.

Artikel erschienen im Stader Tageblatt am 02.05.2011

Gegner ist zu schlagen

Bezirksliga (Sonnabend, 18.30 Uhr, Jahnplatz): "Zuletzt waren wir ein gutes Stück von unserer Bestform entfernt", sagt Wiepenkathens Trainer Jörg Richters im Rückblick auf die Spiele gegen Basbeck-Osten und Harsefeld. Dennoch sieht er seine Mannschaft bei einer Steigerung "durchaus in der Lage auch Eintracht Cuxhaven zu schlagen". Ersetzen muss der TSV jedoch die Rot-gesperrten Andreas Reiswich und Adrian Watzlawczyk. Dafür sind Christopher Hall und Steffen Wagenknecht wieder im Kader. Letzterer soll Cuxhavens Spielmacher Alexander Milakovic ausschalten.

Artikel erschienen im Stader Tageblatt am 29.04.2011