TSV Wiepenkathen - TuS Harsefeld 2:2
Hart umkämpftes Remis
Wiepenkathen dominiert erste Hälfte - Harsefeld erzwingt Ausgleich in Hälfte zwei
Jan Bröhan Wiepenkathen. Nach dem Abpfiff versammelte Spielertrainer Dennis Mandel seine Spieler noch auf dem Fußballfeld um sich und bedankte sich bei ihnen. Seine Mannschaft, der TuS Harsefeld, hatte nach einem 0:2-Rückstand beim TSV Wiepenkathen noch ein 2:2-Unentschieden erkämpft. Beide Treffer des TSV hatte Mandel verschuldet. Mit der letztlich gerechten Punkteteilung bleiben beide Kreismannschaften im Rennen um Relegationsplatz zwei in der Fußball-Bezirksliga. Wobei, das hat dieses Spiel gezeigt, der Aufstieg für beide Teams noch zu früh käme.
Dennis Mandel, Spielertrainer des TuS Harsefeld, versuchte sich nach dem Spiel nicht herauszureden. Und während der Halbzeitpause hatte er sich schon in der Kabine für seine beiden Fehler, die zu den Gegentoren führten, bei seiner Mannschaft entschuldigt. "Das kann passieren - darf es aber nicht", sagte Mandel nach dem Spiel. Schließlich schauen seine Spieler auf ihn und richten sich an ihm auf. Schon nach fünf Minuten führte Gastgeber TSV Wiepenkathen durch das Tor von Viktor Pazer, nachdem sich TSV-Stürmer Heinrich Gurski gegen Mandel im Strafraum durchgesetzt hatte, mit seinem Schuss aber noch an TuS-Torhüter Daniel Schumacher gescheitert war. Pazer setzte erfolgreich nach. Beim zweiten TSV-Tor kurz vor der Pause stand Philipp Mencke einsam und verlassen am langen Pfosten, nachdem Mandel einen langen Einwurf nicht per Kopf hatte klären können. Das Spiel schien nach 45 Minuten entschieden. Zu dominant spielten die Wiepenkathener. Zu harmlos reagierten die Harsefelder. "Der TSV hat genauso gespielt, wie wir es wollten", sagte Mandel. Der Tabellendritte war immer einen Schritt schneller, störte früh und zeigte mehr Einsatz.
"Aber ich habe noch an die Spielwende geglaubt", sagte Mandel. Seine Spieler auch. In der zweiten Halbzeit agierten die Harsefelder wesentlich aggressiver und kamen schnell zu Torchancen. Der erste Treffer von TuS-Stürmer Danny Berner wurde nicht anerkannt, beim zweiten sah Adrian Watzlawczyk die Rote Karte, weil er per Hand retten wollte. Den Elfmeter verwandelte Benjamin Wresch zum 1:2 (55.). Ab sofort war das kampfbetonte Spiel pure Hektik, alle drei Minuten gab's per Pfiff eine Unterbrechung. Kurz vor Schluss traf Berner doch noch - mit einem sehenswerten Volleyschuss in den Winkel.
Schöner Fußball wurde indes gerade in der zweiten Halbzeit nicht geboten. Das lag einerseits an dem nahezu unbespielbaren Acker am Schwinger Ackerweg, den TSV-Trainer Jörg Richters schon lange beklagt. Andererseits an der Hektik und dem Kampf. Ob die beiden Mannschaften aber schon landesligareif sind, darf nach diesem Spitzenspiel der Bezirksliga auch bezweifelt werden. Richters war zufrieden mit dem Punkt, wäre auch froh über den dritten Platz. Mandel nähme einen Aufstieg mit, wäre die Chance da. Zudem verspricht er ein "ganz anderes", eben besseres, Rückspiel in Harsefeld. Dann auf besserem Rasen. (jb)
Tore: 1:0 (5.) V. Pazer, 2:0 (41.) P.Mencke, 2:1 (55. HE) Wresch, 2:2 (88.) Berner
Rote Karte: Watzlawczyk, TSV (55.)
TSV: V. Meglin, P. Mencke, Schröder (46. Illies), Weisgerber, J. Pazer, Watzlawczyk, Hofmann (61. J. Mencke), Deger, V. Pazer, Magomedow, H. Gurski
TuS: Schumacher, Mandel, Hermberg, Gorgs, Wresch (87. Allers), Ehlers (46. Aleksiejuk), Ziemann, Eshold, Ehrlich, Hink, Berner
Das war ein hart umkämpftes 2:2-Remis zwischen dem Dritten und Vierten der Bezirksliga: Viktor Pazer bekam es gerade zu spüren. In der ersten Hälfte war der Wiepenkathener kaum zu stoppen und schoss das 1:0.
Artikel erschienen im Stader Tageblatt am 28.04.2011
Offensivwirbel trifft auf stabile Defensivordnung
TSV Wiepenkathen empfängt den TuS Harsefeld - Der Gewinner zieht mit Tabellenzweiten gleich
WIEPENKATHEN. Offensive gegen Defensive, Dritter gegen punktgleichen Vierten, TSV Wiepenkathen gegen TuS Harsefeld: Am heutigen Mittwochabend kommt es zum ersten Aufeinandertreffen der derzeit besten Kreismannschaften in dieser Bezirksligasaison. Das Nachholspiel wird um 19.30 Uhr auf dem Hauptplatz des TSV Wiepenkathen, Schwinger Ackerweg, angepfiffen. Mit einem Sieg zögen beide Mannschaften nach Punkten gleich mit dem Tabellenzweiten Eintracht Cuxhaven.
Das Spiel verspricht, spannend und unterhaltsam zu werden. "Wir können gar nicht anders als offensiv zu spielen", kündigt TSV-Trainer Jörg Richters die Gangart des Gastgebers an. Vom TuS Harsefeld erwartet er dagegen eine defensive Ausrichtung. "Die Harsefelder leben von ihrer geordneten Abwehr", so Richters. Die Harsefelder werden den Gastgeber kommen lassen und auf Konterfußball setzen, vermutet Richters. "Das ist schließlich auch die beste Art und Weise, um uns zu kriegen", sagt Richters leicht amüsiert. Den größten Schwachpunkt, das Defensivverhalten vom Stürmer bis zum Verteidiger, muss der Trainer seinen offensiv denkenden und spielenden Kickern noch verklickern. "Mit einem 4:4 wie gegen Basbeck-Osten wäre ich auch zufrieden", sagt Richters vor dem Topspiel. Die Zuschauer wären unterhalten und der TSV Wiepenkathen hätte den dritten Platz verteidigt. Zudem plagen Richters weiter Personalsorgen: Andreas Reiswich sitzt seine Rot-Sperre ab, Christopher Hall, Steffen Wagenknecht und Jan Mencke fehlen, und Stürmer Tim Magomedow ist angeschlagen.
Der TuS Harsefeld blickt bereits auf das kommende Wochenende: Dann treffen die Harsefelder auf den Tabellenführer Hagen/Uthlede und Wiepenkathen spielt gegen den Tabellenzweiten Eintracht Cuxhaven. "Um eine gute Ausgangsposition zu haben, sollten wir also am besten das Spiel gegen Wiepenkathen gewinnen", sagt TuS-Betreuer Tim Schnoor. Es wären wichtige Punkte im Kampf um den Relegationsplatz zwei. Spielertrainer Dennis Mandel hat nach seiner Verletzung zumindest zwei Mal wieder trainiert und wäre einsatzbereit, um im defensiven Mittelfeld die Fäden zu ziehen. Zumal Tobias Deden fehlt.
Einer von den vielen offensiv ausgerichteten TSV-Spielern:
Mittelfeldspieler Mehmet Deger, technisch versiert und torgefährlich.
Trainer Jörg Richters hat nur eins zu bemängeln:
das oft vernachlässigte Defensivverhalten seiner wirbelnden Wiepenkathener
Artikel erschienen im Stader Tageblatt am 27.04.2011




