TSV Wiepenkathen - SV Drochtersen/Assel II 4:0.
Na also, geht doch: Der zuletzt formschwache TSV-Stürmer Heinrich Gurski (Mitte) freut sich über seinen Treffer gegen D/A II. Mittelfeldspieler Mehmet Deger (links) machte eine starke Partie. Foto Bröhan
TSV überrascht und jubelt
Bezirksliga: Krisengebeutelte Wiepenkathener spielen wieder Erfolgsfußball und besiegen D/A II deutlich
Wolfgang Nitschke Landkreis. In der Abstiegsregion der Bezirksliga konnten der VfL Stade II und Wiepenkathen Boden gutmachen, beide fanden mit ihren Siegen Anschluss ans Tabellenmittelfeld.
TSV Wiepenkathen - SV Drochtersen/Assel II 4:0.
45 Minuten lang tat sich wenig im Kreisderby, nach dem Wechsel änderte sich das nachhaltig und beim Abpfiff sah man strahlende Gastgeber sowie tief enttäuschte Gäste.
Nach einem glatten 4:0-Heimsieg sah es lange nicht aus, denn beide Seiten neutralisierten sich überwiegend. Mit dem 1:0 der Hausherren, das Tim Magomedow nach einen Eckball des stark spielenden Mehmet Deger per Kopf markierte, lief es plötzlich bei Wiepenkathen. D/A II hatte nur noch einmal die Gelegenheit, ins Spiel zurückzukommen: Nach einem Schuss von Jan-Hendrik Mahler verfehlte Sebastian Schmidt völlig frei das leere Gehäuse. Danach hatte der TSV alles unter Kontrolle, erhöhte mit sehenswerten Treffern. Magomedow bereitete das 2:0 per Pass von der Grundlinie optimal vor, Heinrich Gurski vollendete mühelos. Deger inszenierte mit langem Ball das 3:0, Gurski verlängerte und Steffen Wagenknecht drosch in die Maschen. Den Schlusspunkt setzte Markus Weisgerber, der einen von Kai-Cedric Ribbe an Wagenknecht verwirkten Elfmeter sicher verwandelte.
Großes Aufatmen auf Seiten der Wiepenkathener, die sich von den Fans feiern ließen und nun hoffen, wieder bessere Zeiten eingeläutet zu haben. Trainer Jörg Richters: "Ein erlösender Dreierpack, der uns zu diesem Zeitpunkt besonders gut tut. Im zweiten Abschnitt haben wir gezeigt, wozu wir spielerisch fähig sind. Aber eine Schwalbe macht noch keinen Sommer - wir müssen jetzt unbedingt nachlegen." Wenig erfreut verließ D/A-Coach Lutz Bendler die Anlage, fasste kurz und knapp zusammen: "Wir hätten hier noch vier Stunden spielen können und hätten kein Tor erzielt. Über Ansätze sind wir zu keiner Phase hinaus gekommen."
Tore: 1:0 (56.) Magomedow, 2:0 (68.) Gurski, 3:0 (78.) Wagenknecht, 4:0 (86., FE) Weisgerber
Rote Karte: Oppermann (D/A II)
TSV: W. Meglin; Butsch, (64. Weisgerber), P. Mencke, J. Pazer, Hofmann, J. Mencke, Magomedow, Deger, Wagenknecht, Illies (72. Wisner), Gurski
D/A II: Genrich; Ribbe, Vollmers, Rambow, I. Martens, Czyborra, Oppermann, Brendel, Mahler, Goossen, Schmidt (65. M. Junge)
Artikel erschienen im Stader Tageblatt am 24.10.2011
Bezirksliga (Sonntag, 15 Uhr, Schwinger Ackerweg): Das Ergebnis gegen D/A ist für Wiepenkathens Trainer Jörg Richters nur zweitrangig. Richters: "Nach dem Vorfall in Apensen geht es um die Disziplin und darum, wieder Ruhe in die Mannschaft zu bekommen." Nach Ende der Rot-Sperre ist Jan Mencke wieder dabei. Steffen Wagenknecht und Eduard Butsch sind aus dem Urlaub zurückgekehrt. "Wenn es gegen D/A geht, sind alle hoch motiviert. Wir müssen den Beweis antreten, in der Lage zu sein, Wiepenkathen zu besiegen", sagt der Kehdinger Trainer Lutz Bendler. Torjäger Nico Junge fällt nach einem Kahnbeinbruch bis zum Jahresende aus. Fehlen werden auch Martin Fleth und Volker Gramkow.
Artikel erschienen im Stader Tageblatt am 21.10.2011


