Startseite | Links | Disclaimer | Impressum

TSV Wiepenkathen - FC Eintracht Cuxhaven 0:8

Eintracht Cuxhaven deklassiert den TSV Wiepenkathen

0:3 und 1:4 unterlagen die TSVer letzte Saison gegen den diesjährigen Titelfavoriten und auch im dritten Duell zog Wiepenkathen den Kürzeren: Ein derbes 0:8 war zu beklagen. "Es war ein Klassenunterschied zwischen beiden Mannschaften zu erkennen," so die Bilanz von TSV-Coach Jörg Richters, der bereits nach zwei Minuten den 0:1-Rückstand verdauen musste. Eine gegen diesen Gegner überforderte Heim-Mannschaft besaß nie die Spur einer Chance und hatte Mühe, dass kein zweistelliges Resultat zustande kam. Dabei half Torhüter Viktor Meglin, der in der 48. Minute einen Elfmeter parierte.
Tore: 0:1 (2.) Szybora, 0:2 (24.) da Silva-Oliveira, 0:3 (41.) Helgason, 0:4 (51.) Garcia-Parracho, 0:5 (54.) Garcia-Parracho, 0:6 (67.) Szybora, 0:7 (75.) da Silva-Oliveira, 0:8 (83., 11m) S. Wölm
TSV: V. Meglin; J. Pazer V. Pazer, Watzlawczyk, Illies (65. Kurth), Wagenknecht, Weisgerber, Reiswich (65. Butsch), Deger, Wiesner (65. Hofmann), Gurski

Trainer Jörg Richters beobachtet kritisch das derzeitige Leistungstief seiner Mannschaft, ist aber positiv gestimmt, dass der TSV Wiepenkathen schon bald wieder durchstartet. Foto Bröhan

Das Leistungstief des TSV Wiepenkathen

Bezirksliga: Trainer Jörg Richters vermisst Einstellung und Sicherheit

Jan Bröhan Wiepenkathen. Die erfolgreichste Bezirksligamannschaft der Vorsaison aus dem Landkreis Stade steckt unerwartet in der Krise. Nach sieben Spielen steht der TSV Wiepenkathen mit nur fünf Punkten auf Abstiegsplatz 14. "Es kriselt nicht", sagt Trainer Jörg Richters, "aber die Leistung stimmt nicht." Nun erwartet der schwächelnde TSV Wiepenkathen den ungeschlagenen Tabellenführer FC Eintracht Cuxhaven. Anpfiff ist Sonntag um 15 Uhr. Richters erwartet ein "Testspiel", in dem er primär die richtige Einstellung bei seiner Mannschaft sehen will.
Die vergangene Bezirksligasaison beendete der TSV Wiepenkathen auf dem dritten Tabellenplatz, fünf Punkte hinter dem diesjährigen Meisterschaftsfavoriten Eintracht Cuxhaven. Der TSV war mit 95 geschossenen Toren die offensivstärkste Mannschaft und stellte mit Heinrich Gurski den Torschützenkönig der Saison; 31 Treffer erzielte er, obwohl er mit Trainingsrückstand in die Saison gegangen war und erst nach und nach in die Gänge kam. Die Defensivarbeit kritisierte Richters während der Erfolgssaison, seiner ersten als TSV-Trainer, derweil des Öfteren. "Jetzt haben wir unsere Schwächen beibehalten und lassen unsere Stärken weg", sagt Richters auf die bisherige Saison bezogen, in der erst ein Sieg herausgeschossen wurde. Torgarant Gurski hat erst zwei Treffer erzielt. "Er ist ein Führungsspieler und muss als solcher auch auftreten", sagt Richters. Dies habe er Gurski gesagt, doch auf dem Spielfeld sehe man dies zu selten. Sturmpartner Tim Magomedow sei zurzeit komplett von der Rolle, so Richters.
Das Leistungstief hat natürlich grundlegendere Gründe als nur die Schwächephase der Stürmer. Richters hat eine unerklärliche Verunsicherung in der Truppe erkannt. Am vergangenen Spieltag verlor der TSV nach einer 1:0-Führung noch mit 1:2 gegen Basbeck-Osten. "Das wäre in der vergangenen Saison undenkbar gewesen", so Richters, da sei nach dem ersten Tor eine selbstverständliche Sicherheit in seiner Mannschaft gewesen und die Post abgegangen. Im derzeitigen TSV-Spiel fehle die Aggressivität, der Wille und die Ideen. "Viele Spieler gehen zurzeit nicht an ihre Leistungsgrenze", sagt Richters. Das sei nach der eigentlich guten Vorbereitung nicht zu erwarten gewesen. Richters vermisst bei so manchem Spieler die nötige Quirligkeit und meint, dass die Partylaune aus der Vorsaison vielleicht zu sehr mitgenommen wurde.
Aber, wie gesagt: Es kriselt nicht. Denn: "Im Training ist alles da", so Richters. Er ist optimistisch, dass der TSV Wiepenkathen schon bald die Wende schafft und sich aus dem Tabellenkeller herausarbeitet. "Allerdings müssen wir uns sputen." Seiner Erfahrung nach, braucht es oft nur einen Sieg und eine Mannschaft startet mit neuem Elan und Selbstvertrauen eine Serie. Der TSV ist dazu in der Lage. "Trotzdem ist es schade", diesen unnötigen Fehlstart hingelegt zu haben. Nun gegen Cuxhaven erwartet Richters keinen überraschenden Erfolg, um die Wende einzuleiten - aber er will den nötigen Einsatz dafür erkennen.

Artikel erschienen im Stader Tageblatt am 23.09.2011