Motivierte Talente beflügeln den Trainer
Leichtathletiktrainer Gerd Prinzler (rechts) mit seinem Hochsprung-Talent Alexander Klintworth. Prinzler hat schon viele Talente gefördert und zu Höchstleistungen getrieben.
Gerd Prinzler bildet seit fast 25 Jahren beim TSV Wiepenkathen Leichtathleten aus - Unzählige Titel
Jan BröhanSTADE. Gerade hat einer seiner Schützlinge wieder mal den Sprung aufs Siegerpodest geschafft: Hochsprung-Talent Alexander Klintworth ist Landesmeister geworden. Solche Erfolge machen Leichtathletik-Trainer Gerd Prinzler stolz und bestätigen seine herausragende Arbeit beim TSV Wiepenkathen. "Beim 100. Landesmeistertitel habe ich aufgehört zu zählen", sagt Prinzler lächelnd. Fünf seiner Schützlinge schafften es gar, sieben deutsche Meistertitel zu gewinnen. Seit fast 25 Jahren engagiert sich der 57-Jährige beim TSV - dafür wurde er am gestrigen Dienstagabend beim Neujahrsempfang der Stadt Stade als vorbildlicher Ehrenamtlicher ausgezeichnet. "Das ist eine schöne Anerkennung für meine Arbeit."
Das "Himmelpfortener Urgestein" zog 1979 mit seiner Familie nach Wiepenkathen. Der passionierte Ballspieler und Mannschaftsmensch trat freilich sogleich in den Sportverein ein. Bis zum 51. Lebensjahr spielte Prinzler Handball, dann machte es "keinen Spaß mehr gegen die jungen Hüpfer". Fußballspielen musste er wegen Knieproblemen schon früh aufgeben. Mittlerweile spielt Prinzler nur noch Beach-Volleyball. "Danach wird sogar der Urlaub geplant", sagt er und lacht. Für seine Frau Beate, die dem viel beschäftigten Trainer immer den Rücken freigehalten hat, müsse natürlich auch was dabei sein im Urlaub.
Bei aller Liebe zum mannschaftlichen Ballsport - Prinzlers Leidenschaft war immer die Leichtathletik. "Eine gute Basis für alle anderen Sportarten." Die Spezialität des B-Lizenz-Trainers, der zudem einen Nachwuchskader des Landesverbands betreut, sind die Sprungdisziplinen und Mehrkampf. Am liebsten würde Prinzler die Jüngsten beim TSV trainieren. "Die Kleinen kann man noch formen und beeinflussen." Doch aus beruflichen Gründen schafft es der eigentliche Maß- und Regeltechniker nicht mehr, seitdem er bei Eon als freigestellter Betriebsratsvorsitzender teilweise drei Tage die Woche unterwegs ist.
Solange es dem 57-Jährigen noch Spaß bringt, solange er "immer mal wieder diesen Kick" bekommt, will er noch die TSV-Leichtathletikabteilung leiten. Den Kick bekommt der Trainer von motivierten Talenten, die auf Ziele hinarbeiten, sprich Titel.
Artikel erschienen im Stader Tageblatt am 26.01.2011


