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Sportler wollen Halle erweitern

Kurt Schütz vom Vorstand des TSV Wiepenkathen zeigt auf den Flachdachbereich, der nach seinen Vorstellungen aufgestockt werden soll. Foto von Allwörden

Kurt Schütz vom TSV möchte gerne Räume für Fitness und Gymnastik einrichten - Stadt hat kein Geld

Wiepenkathen.. Der Turn- und Sport-Verein (TSV) Wiepenkathen möchte gerne die Turnhalle in der Stader Ortschaft erweitern. Konkret soll der eingeschossige Flachdachbereich aufgestockt werden. Dort sollen dann Fitness- und Gymnastikräume entstehen. Doch die Stadt Stade, die ja bekanntlich seit einigen Jahren in Finanznöten ist, hat bisher keine entsprechende Investition vorgesehen.
"Die Halle ist bis zur Oberkante ausgenutzt. Da gibt es keinerlei freie Kapazitäten", sagt Kurt Schütz, seit über 30 Jahren stellvertretender Vorsitzende des TSV. Der erste Vorsitzende ist übrigens sein Sohn Andreas, mit dem er in diese Sache natürlich an einem Strang zieht. Schütz sieht in solchen Räumen eine deutliche Attraktivitätssteigerung für den Wohnort Wiepenkathen. "Das ist doch klar, dass die Leute lieber zu uns kommen und einen kleinen Mitgliedsbeitrag zahlen, anstatt für viel Geld ins Fitnesscenter zu gehen", sagt Schütz.
Er und seine Kollegen vom Vorstand beobachten eine immer größere Nachfrage nach solchen Fitnessräumen und -geräten: "Wir müssen da etwas machen." Dass dabei sein Verein auch noch wachsen könnte, ist für Schütz ein angenehmer Nebeneffekt. Schon jetzt ist der TSV nach dem VfL Stade der zweitgrößte Sportverein mit mehr als 1600 Mitgliedern.
Kurt Schütz hat schon genaue Pläne im Kopf. Der Eingangs- und Umkleidebereich der Wiepenkathener Turnhalle soll aufgestockt und oben dann die Gymnastik- und Fitnessräume untergebracht werden. Eine Treppe führt bereits im höheren Bereich der Halle nach oben. Auch die Statik sei okay für eine Aufstockung. Schütz: "Da reicht eine einfache Holzkonstruktion."
Der TSV-Vorstand hat jetzt einen Antrag an die städtische Gebäudewirtschaft gestellt für den Erweiterungsbau. Stades Bürgermeister Andreas Rieckhof winkt zunächst ab und stellt klar: "Wir haben dafür kein Geld im Haushalt vorgesehen." Angesichts der angespannten Finanzen sei ja nun auch wirklich kein Geld übrig. Aber letztlich sei das eine politische Entscheidung. Diskutiert werden könne der Antrag ja bei den nächsten Haushaltsberatungen für das Jahr 2012.
Kurt Schütz verweist darauf, dass das Flachdach Probleme macht und teils undicht ist. Und er findet: "Bevor hier tausende Euro in die Sanierung gesteckt werden, kann doch besser gleich aufgestockt werden." Er schätzt die Baukosten auf etwa 250 000 Euro. Dabei werde der Verein natürlich auch erhebliche Eigenleistungen einbringen. Ob das die Politiker überzeugen wird, muss abgewartet werden. (pa)

Artikel erschienen im Stader Tageblatt am 28.01.2011