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Bezirkspokal TSV Wiepenkathen - VSV Hedendorf/Neuk

Hedendorfer spielen eine fast perfekte Halbzeit und besiegen Bezirksliga-Konkurrent Wiepenkathen

Jan Bröhan Wiepenkathen. Jörg Richters blieb trotz der deutlichen Niederlage gelassen. Der Trainer des Fußball-Bezirksligisten TSV Wiepenkathen gratulierte seinem Trainerkollegen Björn Stobbe zur guten Leistung der VSV Hedendorf/Neukloster. Die VSV hatte besonders in der ersten Halbzeit annähernd Fußball aus dem Lehrbuch demonstriert und Gastgeber TSV mit einem 4:1-Sieg aus dem Bezirkspokal geschossen. "Diese Niederlage kommt hoffentlich zur richtigen Zeit", sagte Richters mit Blick auf den Saisonstart. Stobbe hofft diesbezüglich, dass seine Mannschaft diese Leistung konstant abrufen kann.
Das Aus im Bezirkspokal-Wettbewerb sei nicht tragisch, so TSV-Trainer Jörg Richters nach der deutlichen 1:4-Niederlage in der Qualifikationsrunde. "Die Jungs wissen, was sie falsch gemacht haben", sagte Richters. Das werde nun aufgearbeitet, und dann soll erfolgreich in die Bezirksliga-Saison gestartet werden. Der TSV schoss in der abgelaufenen Saison die meisten Tore und belegte den dritten Platz, war damit beste Mannschaft aus dem Landkreis Stade. Gegen die VSV Hedendorf/Neukloster konnten die Wiepenkathener ihre Offensivstärke in diesem Pokalspiel nicht ausspielen.
Die Hedendorfer agierten vor allem in der ersten Halbzeit aus einer "super Ordnung" heraus, wie Richters lobte, und störten erfolgreich den Spielaufbau der Gastgeber ab der Mittelfeldlinie. Zudem kombinierten die VSV-Spieler schnell und sicher und spielten ihre Angriffe fast fehlerfrei über die Außen. In den ersten 15 Minuten wussten die Wiepenkathener gar nicht, wie ihnen geschah, sie waren gedanklich nicht auf der Höhe und spielerisch wie kämpferisch unterlegen. Schon nach sieben Minuten köpfte der kleine VSV-Stürmer Sven Ehlers eine Flanke alleingelassen ein zur 1:0-Führung. Nur vier Minuten später erhöhte Stürmerkollege Sascha Matern nach guter Vorarbeit von Jonathan Reineck auf 2:0. Wiederum nur sechs Minuten später folgte der große Auftritt von VSV-Mannschaftskapitän und Mittelfeldstratege Henric Lewin: Er ließ per Dribbling drei Gegner stehen und vollstreckte dann von der Strafraumgrenze per platzierten und unhaltbaren Flachschuss ins Eck. Die gefürchtete TSV-Offensive fand nicht statt. Der VSV gehörte in Halbzeit eins der Platz. Nach dem Finale des VSV-Vorbereitungsturniers "Summer-Cup" am vergangenen Wochenende, das die Hedendorfer im Elfmeterschießen gegen Wiepenkathen gewonnen hatte, waren die TSV-Spieler siegessicher mit Blick auf dieses Pokalspiel.
Schließlich fehlten beim Summer-Cup-Finale Stürmer Heinrich Gursky und Spielmacher Viktor Pazer. Doch Pazer konnte das Spiel nicht drehen und flog in Hälfte zwei wegen Meckerns vom Platz: Gelb-Rot aus Frustration. Gursky bekam kaum Chancen, erzielte aber immerhin noch den 1:4-Ehrentreffer. Zwar hatte der TSV in der zweiten Halbzeit leichte Feldvorteile, konnte sich aber keine zwingenden Torchancen erspielen. Die VSV konterten nun. So gelang Matern in der 75. Minute das alles entscheidende 4:0. Reineck war abermals der Vorbereiter.
"Ich kann nur zufrieden sein", sagte VSV-Trainer Björn Stobbe nach diesem Sieg. Vor dem Spiel hatte er seiner Mannschaft erklärt, dass sie vor allem in der ersten Viertelstunde konzentriert agieren müsse, dann werde sie das Spiel auch kontrollieren. "Wir wissen, dass wir mittlerweile eine richtige Ordnung haben, und werden mit jeder Spielminute selbstbewusster, wenn es läuft", so Stobbe. In diesem Pokalspiel lief es sofort. "Ich hoffe nur, dass wir in dieser Saison mehr Konstanz haben", so Stobbe. Erstmal geht's aber am Mittwoch im Pokal weiter gegen TuS Eiche Bargstedt.
Tore: 0:1 (7.) Ehlers, 0:2 (13.) Matern, 0:3 (19.) Lewin, 0:4 (75.) Matern, 1:4 (79.) Gursky
Gelb-Rot: V. Pazer (74., TSV)
TSV: V. Meglin, P. Mencke, Watzlawczyk, Reiswich (68. Klies), J. Pazer, Hofmann, V. Pazer, J. Mencke, Deger (77. Weisgerber), Gursky, Magomedow
VSV: Kulinski, Blohm, Brandt, Schlöffel, Cordes, Reineck, Lewin, Aykaya, Schön (88. Peters), Matern, Ehlers (60. Inacio)

Artikel erschienen im Stader Tageblatt am 01.08.2011