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Zwei Titel für Alexander Klintworth

Hohe Sprünge und Zeit zum Faulsein

Zwei Titel für Alexander Klintworth: Nach den Osterferien geht es mit der Freiluftsaison weiter

HELMSTE. Das Leichtathletik-Jahr hat für Alexander Klintworth gut angefangen. Der 18 Jahre alte Hochspringer des TSV Wiepenkathen hat seine Bestleistung auf 2,06 Meter hochgeschraubt. Er wurde niedersächsischer Landesmeister, Norddeutscher Meister und Fünfter bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften - alles in der Halle. Jetzt ist Wettkampfpause, bis es nach den Osterferien mit der Freiluftsaison weitergeht.
"Natürlich war ich enttäuscht, dass ich bei den Deutschen Meisterschaften nur zwei Meter gesprungen bin", sagt Klintworth. Eingestiegen war er bei den Titelkämpfen in Halle an der Saale bei 1,85 Meter. Diese Höhe, genauso wie die 1,90 Meter, nahm er im ersten Anlauf. Doch bei seinem Sprung über 1,95 Meter hatte sich der Gymnasiast, der die zwölfte Klasse des Athenaeums in Stade besucht, leicht die Hüfte verdreht. "Das will ich nicht als Ausrede gelten lassen", sagt er. Es sei nicht sein Tag gewesen. Zwei Minuten habe er sich nach dem Ausscheiden zurückgezogen und geärgert. "Dann habe ich Mateusz Przybylko angefeuert", sagt er. Fair geht eben vor im Sport. Der Springer aus Leverkusen siegte am Ende mit 2,15 Metern.
Diese Höhe ist nicht gleich das Ziel von Alexander Klintworth. "Ich bin ja gern mal ein bisschen faul", sagt er. Zwei- bis dreimal Training die Woche, dazu zweimal Krafttraining und Laufen zu Hause in Helmste, das reicht dem Schüler. Freizeit und Freunde ssollen neben der Schule nicht zu kurz kommen. Aber: "Ich würde gern in dieser Saison 2,08 Meter springen, das wäre Kreisrekord", sagt Klintworth. Bei der Hallen-DM wäre seine Bestleistung von 2,06 Meter Bronze gewesen. Das macht dem 1,84 Meter großen Nachwuchsathleten wieder Mut für die Freiluft-Wettkämpfe im Frühling und Sommer.
Angefangen mit der Leichtathletik hat Klintworth mit acht Jahren. Zuerst hatte er Fußball gespielt, wechselte dann in den vielseitigen Sport mit Laufen, Springen und Werfen. Aber schon nach ein paar Jahren konzentrierte sich der Wiepenkathener Starter auf den Hochsprung, nahm mit Trainer Gerd Prinzler größere Höhen in Angriff. Dass er einmal über "Türhöhe" springen würde, hätte er nie geglaubt. "Aber die Höhe kommt so mit dem Training", sagt Klintworth. Schon jetzt springt er deutlich höher als die eigene Körpergröße. Aber wenn sich Alexander Klintworth etwas für die Zukunft wünschen könnte, wäre es das: "Noch ein bisschen wachsen", sagt er. (mf)

Artikel erschienen am 27.02.2010 im Stader Tageblatt


Alexander Klintworth wird mit zwei Metern bei der Deutschen Meisterschaft in Halle Fünfter im Hochsprung. Foto Hensel


Klintworth besiegt den Landesmeister
Alexander Klintworth nur Fünfter bei DM